Infos zu Kronensicherungen für Bäume

Hervorgehoben

Aus der modernen Baumpflege nicht mehr wegzudenken – Kronensicherungssysteme.

Kronensicherungen bestehen aus Kunststoff und verhindern das starke Aufschwingen der Baumkronen bei Sturm. Damit soll das Ausbrechen einzelner Stämmlinge verhindert werden. Sollte trotzdem ein Starkast ausbrechen kann man mittels einer Auffangsicherung verhindern, dass er zu Boden fällt und Menschen oder Gegenstände zu Schaden kommen.

 

Wir verbauen ausschließlich zertifiziertes Kronensicherungsmaterial der Firma Cobra.

Je nach Größe der Bäume setzen wir dabei Material für die Belastung von 2 oder 4 Tonnen, seltener auch 8 Tonnen ein. Cobra-Kronensicherungen sind nachgewiesen 8 Jahre wartungsfrei. Der Einbau ist zeitsparend und die Lebensdauer sehr lang. Das spart Ihnen als  unseren Auftraggeber Kosten und Sie können sich mit unserer Arbeit und dem Produkt in Ihrem Garten sicher fühlen.

Nun fragen Sie sich: Wie wird das gemacht? – Für mehr Infos finden Sie bei uns den Link zu Cobra:

 

http://www.cobranet.de/de/12_video.htm

Baumfällsaison startet am 01.Oktober

Baumfällung per SKT mit Steigeisen von Bauroth Baumgutachten Baumpflege, Freising

Es ist wieder soweit – die Vögel zogen gen Süden, die Vogelbrutsaison ist beendet. Das ist die richtige Zeit um Bäume zu fällen ohne Tiere unnötig zu stören.

Das Bundesnaturschutzgesetzt gibt eine Ruhezeit vom 28. Februar bis 01. Oktober vor, in der Bäume nicht ohne Sondergenehmigung durch die Naturschutzbehörden gefällt werden dürfen. Ausnahmen sind hier nur möglich, wenn z. B. die Verkehrssicherheit eine Schnittmaßnahme oder die Fällung unbedingt nötig machen. Die Genehmigungen hierfür sind nicht ohne Aufwand zu bekommen. Die Behörden fordern Expertisen und Nachweise für die Notwendigkeit der Maßnahmen während der Brutperiode, was oft hohe Kosten und Zeitaufwand verlangt. Bei Gefahr im Verzug gibt es zwar die Möglichkeit, die Gefahr sofort zu beheben, die Maßnahme muss jedoch bei der Behörde auch nachträglich angezeigt und begründet werden. Hier muss eine lückenlose und verständliche Dokumentation der Gefahrenaspekte erfolgen, damit die Maßnahme im Nachhinein auch als notwendig anerkannt wird.

Wir empfehlen unseren Kunden, Fällungen und andere starke Eingriffe an Bäumen vorab zu planen und in die Fällsaison zu legen.

Wie die Planung solcher Maßnahmen erleichtert werden kann, lesen Sie in unserem Blog:

„Prophylaxe in der Baumpflege – Baumkataster“

Bei planmäßigen Baumarbeiten ergeben sich gleich mehrere Vorteile:

- Die Arbeiten können meist nach Termin ausgeführt werden, es gibt nur selten Unterbrechungen und Verzögerungen durch Tiere im Baum.
- Im Winter ist der Untergrund zudem noch zeitweise gefroren. Dies ermöglicht es, auch unwegsames Gelände zu befahren ohne große Flurschäden anzurichten. Oft kann so der Rasen im Garten gerettet werden und es gibt keine Fahrspuren beim Abtransport des Holzes.
- Es möglich, bei entsprechender Vorlaufzeit, Abnehmer für das gefällte Holz in der Nachbarschaft zu finden. Entsorgungskosten lassen sich so reduzieren.
- Nicht zu gering ist der Aspekt, dass bei regelmäßiger Baumkontrolle und somit vorab geplanten Fällungen niemand in Angst bis zur Fällung leben muss. So manch einer erinnert sich noch mit Grauen an den letzten Sturm, wenn er wusste, dass ein unsicherer Baumkandidat im Garten stand… Dies geschieht, wenn Gefahrenbäume erst spät als solche erkannt werden. – Oft kommen wir zum Kunden und finden Bäume vor, die längst gefällt oder eingekürzt sein sollten. Mitunter muss der Kunde dann mit dem Wissen um die Gefahren noch mehrere Tage zubringen – bis die Genehmigung erteilt wurde und der Baum am Boden liegt.

Für uns als Fachfirma ist es selbstverständlich, zu jeder Jahreszeit auf im Baum lebende Tiere zu achten und diese vor der Maßnahme, wenn nötig, in Sicherheit zu bringen. Je nach Einsatzort arbeiten wir hier eng mit der Unteren Naturschutzbehörde und den jeweiligen Artenschutzbeauftragten der Kommunen zusammen. So konnten wir schon so manche Fledermaus umsetzen ohne dass sie durch den Holzeinschlag gestört oder verletzt wurde.
Das heißt für uns auch, Arbeiten zu verschieben! – Auch wenn das oft aufwendig ist und wir die Baustelle dann mehrmals anfahren müssen, stellen wir uns unserer Verantwortung gegenüber der Natur.

Immer wichtiger werden derzeit Artenschutzrechtliche Prüfungen. Wir führen diese für unsere Kunden durch und arbeiten sie den Behörden je nach Aufgabenstellung zu.

Nutzen Sie unsere langjährige Erfahrung, unseren guten Ruf bei Behörden und fundierte Beratung!

Denken Sie an uns, wenn es um Bäume geht!

Bauroth Baumpflege Baumgutachten

 

Prophylaxe in der Baumpflege – Baumkataster

 

Astausbruch

Das hätte vermieden werden können.

Prophylaxe? – In der Baumpflege? Ja, denn mit vorbeugender Baumpflege lassen sich hohe Kosten und Schäden an Personen und Gegenständen leicht vermeiden. Wir übernehmen für unsere Kunden das gesamte Baummanagement. Mit Hilfe unserer Katastersoftware schaffen wir eine lückenlose Dokumentation der gesamten Baumbestände und der geplanten und ausgeführten Maßnahmen zur Erhaltung der Verkehrssicherheit. Das kann im Schadensfall sehr hilfreich sein, nämlich dann, wenn der Versicherer einen Nachweis verlangt über die Maßnahmen, die zur Schadensvermeidung getroffen wurden.
Für viele Verwalter und Baumbesitzer mit mehreren Bäumen ist es oft nicht leicht, den Überblick zu behalten. Das merken wir schon bei der ersten Baumaufnahme, wenn erst noch geklärt werden muss, wo die Grundstücksgrenzen wirklich verlaufen und welche Bäume wem eigentlich gehören.

Bei der Aufnahme erhält zunächst jeder Baum eine Baumnummer und sein “Krankenblatt” – auch wenn er gesund ist. In diesem werden der aktuelle Zustand, Standort, Besonderheiten, Maßnahmeempfehlungen, Ausführungszeitraum und der Kontrollzyklus fetsgehalten. Dies geschieht bei uns in Anlehnung an die ZTV Baumpflege.

Der Auftraggeber erhält von uns die Maßnahmelisten mit den jeweiligen Maßnahmen die nötig sind, um den Bestand wieder verkehrssicher zu machen.. Auf deren Grundlage kann er die Arbeiten dann ausschreiben und einen Baumpflegefachbetrieb mit der Ausführung beauftragen. Auch wir bieten die Ausführung als Fachbetrieb an.

Nach Ausführung der Maßnahmen gilt der Bestand als verkehrssicher bis zum nächsten festgelegten Kontrolltermin. Wir erinnern auf Wunsch des Kunden an diesen Termin und führen die Baumkontrolle erneut durch. Das Kataster wird aktualisiert, auf den neuesten Stand gebracht und so weiter…

Mit diesem Kontrollinstrument erhalten wir nicht nur eine lückenlose Dokumentation  – auch der Verwalter/Baumbesitzer kann sich zurücklehnen und weiß, dass er alles getan hat um seiner Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. – Wäre das nicht auch für Sie ein schönes Gefühl?

So können gefährliche Bäume “entschärft” werden bevor sie umfallen oder Äste abwerfen. Die Baumpflegearbeiten können planmäßig mit minimalem Aufwand ausgeführt werden und Kosten dafür lassen sich so besser planen.

Normalerweise müssen Bäume 2 x jährlich auf Ihre Verkehrssicherheit hin geprüft werden. Mit einem Baumkataser ist es dem Sachverständigen jedoch möglich, begründeterweise einen längeren Kontrollzyklus bis zu 3 Jahren festzulegen. Das geschieht z. B. bei Jungbäumen. Dies ermöglicht eine weitere Kostenersparnis, denn so entfallen Kontrollen, die ohne Kataster nötig gewesen wären.

…und noch etwas – Die Daten Ihrer Bäume werden bei uns gelagert. Auf Kundenwunsch erhalten Sie jedoch die gesamte Dokumentation als PDF oder in Papier für Ihre Unterlagen.

Interessant für Sie? Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern!

 

Serie Untersuchungsmethoden an Bäumen – Wurzelsuche Arboradix

Wurzelsuche mit Arboradix

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Untersuchungsmethoden an Bäumen“ mit folgenden Inhalten:

- 1. Blog: Zugversuch
- 2. Blog: Arbotommessung
- 3. Blog: Resistograph
- 4. Blog: Wurzelsuche Arboradix

Wurzelsuche. Mit dem Arbotom und einem Zusatzmodul genannt Arboradix können wir über die Schallgeschwindigkeitsmessung Wurzeln lokalisieren.
Unsere Kunden benötigen die Messergebnisse und unsere Auswertungen z. B. in folgenden Fällen:

- Neubau oder Erweiterung. Auf einem Grundstück steht ein Baum, der erhalten werden soll. Baumaßnahmen sind geplant. Für die Erteilung der Baugenehmigung ist es erforderlich zu wissen, wo dieser Baum seine Wurzeln hat. Erst dann wird entschieden, wie nah die Bebauung an den Baum heranreichen kann. – Oder welche Maßnahmen zum Baumschutz und in welchem Bereichen ergriffen werden müssen, damit der Baum während der Baumaßnahme nicht geschädigt wird.

- Nachbarschaftsstreit. Es wurden Schäden am Bauwerk durch Baumwurzeln festgestellt. Da es mehrere Bäume in der Nähe gibt, ist es strittig, welcher Baum die Schäden verursacht hat und welcher Baumbesitzer nun regulieren sollte.

- Bodensanierung. An großen, wertvollen Bäumen werden manchmal Bodensanierungen vorgenommen um den Baum zu unterstützen und längerfristig zu erhalten. Bäume mit eingeschränkten Wurzelräumen bilden Ihre Wurzeln nicht immer symmetrisch aus. Um die Bereiche in denen Maßnahmen vorgenommen werden genau abstecken zu können, ist es möglich mit der Wurzelsuche die vorhandenen Wurzeln genau zu lokalisieren.

– Baumschäden durch Tiefbauarbeiten. Nach Bauarbeiten werden Vitalitätsverluste an Bäumen festgestellt. Der Bauunternehmer leugnet jede Verantwortung. Aufgrund der Wurzelsuche kann festgestellt werden, ob während den Arbeiten statisch wichtige Wurzeln im Grabungsbereich vorhanden waren oder sind. – Diese Frage stellt sich oft bei Kanalgrabungen für Versorgungsleitungen. Hier wird der Baumschutz oft nicht geplant und einfach drauflosgehackt. Mechanischen Schäden an den Wurzeln folgt oft Pilzbefall da die Sporen nun ungehindert in die Leitgefäße eindringen können. Sichtbar werden diese Schäden erst nach etwa 3 Jahren – wenn die Belaubung plötzlich nachlässt und die Krone schütter wird…

Früher hat man Wurzelsuchgräben mit Saugbaggern erstellt. Das Problem dabei sind allerdings immer die unvermeidlichen Verletzungen, die den Wurzeln dabei auch zugefügt werden. Es gibt verschiedene Verfahren, das eine oder andere etwas schonender, aber immer wird das Erdreich dabei entfernt und die Wurzeln werden zum Teil freigelegt.
Dies erübrigt sich mit der Schallmessung, denn es ist uns hier auch möglich unter Asphalt zu messen. Plattenbelege, Asphalt, Rasen – alles kann so bleiben wie es ist. Die Wurzelsuche funktioniert hier wirklich verletzungsfrei.
Ein weiterer Vorteil ist der geringere Aufwand. Das macht diese Messungen auch viel günstiger im Vergleich mit aufwendigen Grabungen. Das Gerät ist handlich und wirklich auch auf engstem Raum einsetzbar.

Funktion. Das Messverfahren Arboradix beruht auf Schallübertragung.
An jedem erkennbaren Wurzelanlauf am Stammfuß wird ein Sensor angebracht. Mit der Sensorlanze werden Messpunkte im Wurzelraum beschallt. Sind Wurzeln im Boden vorhanden, wird ein Kontakt zu dem zugehörigen Sensor am Baum registriert. Dadurch ergibt sich eine graphische Darstellung des durchwurzelten Bereiches (s. unten).

Die unterschiedlichen Farben stehen für die Übertragungsgeschwindigkeiten des Schalls zwischen Bodenoberfläche und Wurzelanlauf.

In verdichteten Böden sind Messwerte bis. 1,2 m Tiefe erreichbar.
Auf lockeren Böden sind Messwerte bis 0,5 m Tiefe gewährleistet.
Für Ergebnisse in tieferen Schichten wird die Sensorlanze in den Boden eingeschlagen. So können Messwerte bis 2,2 m bzw. bis 1,5 m Tiefe erhoben werden.

Hier die Computergrafik einer Arboradixmessung:

Arboradix Compuergrafik Bauroth Baumgutachten Baumpflege Freising

Nähere Infos zum Arboradix finden Sie auf der Herstellerseite von Frank Rinn: Heidelberg: Rinntec

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- 2. Blog: Arbotommessung
- 3. Blog: Resistograph

Serie: Untersuchungsmethoden an Bäumen – Resistographenmessung

Resistograph Rinntec

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Untersuchungsmethoden an Bäumen“ mit folgenden Inhalten:

- 1. Blog: Zugversuch
- 2. Blog: Arbotommessung
- 3. Blog: Resistograph
-  4. Blog: – Wurzelsuche Arboradix

Heute wie versprochen ein paar Worte zur Resistographenmessmethode.

Neben dem Arbotom bietet die Firma Rinntec in Heidelberg auch einen Resistographen an. Diesen benutzen wir um Fäulen und Rissen an Bäumen auf die Spur zu kommen. Der Resistograph lässt sich auch an Stellen des Baumes anwenden, die mit dem Arbotom nicht erreichbar sind. So lässt sich geschädigtes Holz aufspüren, das z. B.im Stammfußbereich ausgebildet ist. Außerdem kann man den Resistographen problemlos mit hoch in den Baum nehmen um dort in der Höhe zu messen. Dafür wäre das Arbotom viel zu unhandlich.
Der Resistograph arbeitet nicht mit Schallwellen wie das Arbotom sondern liefert Bohrwiderstandswerte. Geschädigtes Holz lässt sich leichter mit einem Bohrer durchdringen als gesundes Holz.
Die verwendete Software liefert während der Messung Bohrwiderstandskurven. Aus diesen ist der Bohrwiderstand des Holzes ablesbar. So werden Fäulen, Risse, Jahresringe u. ä. sichtbar. Je nach Schädigungsgrad und der Verteilung der geschädigten Bereiche im Baum können wir aufgrund der Messwerte Maßnahmen empfehlen um den Baum verkehrssicher zu machen oder um zu entscheiden, wann ein Baum gefällt werden muss. Natürlich wird die Resistographenmessung niemals als einzige Entscheidungshilfe verwendet. Wir betrachten natürlich parallel den Baumstandort,  die Baumart und weitere sichtbare Schädigungen und beziehen diese mit ein. Diese Methode liefert kostengünstig und schnell Werte. Der Nachteil der Methode ist die obzwar geringe Verletzung des Baumes während der Messung, denn schließlich wird hier gebohrt.

Nähere Infos zum Resistograph finden Sie auf der herstellerseite von Frank Rinn: Heidelberg: Rinntec

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- 3. Blog: Resistograph
-  4. Blog: – Wurzelsuche Arboradix

Serie: Untersuchungsmethoden an Bäumen – Arbotommessung

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Untersuchungsmethoden an Bäumen” mit folgenden Artikeln:
- Zugversuche
- Arbotommessung
- Resistograph
- Wurzelsuche Arboradix

Arbotommessung. Mit dem Arbotom können wir über die Schallgeschwindigkeitsmessung Rückschlüsse auf die Holzdichte ziehen.
Wir benutzen diese Messmethode, wenn wir an einem Baum Schadsymptome z. B. Pilzfruchtkörper gefunden haben. Oft sehen die Bäume von außen noch ganz fit aus. Wissen wir jedoch nach der Pilzbestimmung, dass der Pilz Holzstrukturen zersetzt, müssen wir untersuchen wie stark die Holzzersetzung an statisch wichtigen Baumteilen schon fortgeschritten ist. Erst dann können wir Maßnahmen zur Verkehrssicherung empfehlen und auch in welchem Umfang diese ausgeführt werden müssen.

Pilzfruchtkörper am Stammfuß einer Linde

Auch bei dieser Linde waren wir uns vor der Untersuchung nicht sicher, wie gut der Holzkörper noch erhalten war. Von außen sah er ganz vital aus…

Jetzt setzten wir an der problematischsten Stelle des Baumes auf einer horizontalen Linie 16 Sensoren um den Stamm verteilt an.
Diese Sensorkette ist mit dem Computer verbunden. Jeder Sensor kann als Sender und Empfänger von Schallwellen funktionieren. Schlagen wir nun jeden einzelnen Sensor mit dem Hammer leicht an, sendet dieser an alle anderen Sensoren ein Schallsignal aus. Die einzelnen Übertragungsgeschwindigkeiten werden vom Computerprogramm aufgezeichnet. Aufgrund einer Vielzahl an Sensoren erreichen wir ein dichtes Messnetz. Je dichter dieses Netz ist, desto genauer werden unsere Ergebnisse sein.
Der Computer stellt die gemessenen Geschwindigkeiten nun in verschiedenen Farben dar. Das sah bei unserer Linde so aus:

Computerbild Arbotommessung

Hier sehen wir, je mehr die Farben ins rote gehen, desto geringer die Laufgeschwindigkeiten der Schallwellen. Da heißt  in der Praxtis je geringer die Holzdichte. Hier hatte der Pilz also schon ganze Arbeit geleistet und ordentlich Holz abgebaut. In diesen Bereichen können Druck- und Zugkräfte nicht mehr ausreichend absorbiert werden um den Baum auch bei starken Winden in der Senkrechten zu halten. Wir mussten hier leider die Fällung empfehlen. Das war doppelt schde, denn diese Linde war eine Alleebaum und nun wird es wieder lange dauern, bis dieser Platz duch eine Nachpflanzung wieder voll aufgefüllt sein wird.

Nach der Fällung wurde unser Messergebnis bestätigt. Ihr seht hier den Baumstubben nach der Fällung. Im Bild zu sehen sind ganz deutlich die geschädigten Bereiche im Querschnitt. Vergleicht man diese mit dem Computerbild, so sind die angegeben Bereiche nahezu deckungsgleich.

Stammquerschnitt der Linde nach der Fällung

 

Nicht immer sind die Ergebnisse so eindeutig wie in diesem Beispiel. Deshalb nützt die entsprechenden Messaudsrüstung nur dem Fachmann, der die Erfahrung mitbringt, die Messergebnisse auch zu interpretieren. Dafür braucht es viele Messungen, Sicherheit im Umgang mit dem Arbotom und der entsprechenden Software und natürlich eine Fingerchen für Bäume…

Nächste Woche git es Interessantes über die Resitografenmethode. Dieses Verfahren benutzen wir für die Messungen an Wurzelanläufen, zum Aufspüren von Rissen und Höhlungen an Astansätzen und Gabelungen – also überall, wo das Arbotom an seine Grenzen stößt. – Schöne Zeit, bis nächsten Montag.

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-  4. Blog:  Wurzelsuche Arboradix

 

Serie: Untersuchungsmethoden an Bäumen – Zugversuch

 

Skizze mit Zugversuch

Aufbau eines Zugversuches an Bäumen

 

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Untersuchungsmethoden an Bäumen“ mit folgenden Inhalten:

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- 2. Blog: Arbotommessung
- 3. Blog: Resistograph
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In unserem Sachverständigenbüro für Bäume arbeiten wir mit verschieden Untersuchungsmethoden um die Stand- und Bruchsicherheit einschätzen zu können. Dies liefert uns dann die Grundlagen für die Maßnahmeempfehlungen mit denen Bäume verkehrssicher gemacht werden oder auch die Vitalität zu fördern ist.
In der nun folgenden Serie wollen wir diese Techniken etwas genauer erklären um dem Interessierten einen kleinen Überblick im Dickicht der Möglichkeiten zu bieten. Ich lade sie deshalb ein, unseren Blog zu abonnieren und so regelmäßig mit dabei zu sein.
Hier die wöchentlich folgenden Themen im Überblick:

- Zugversuche
– Arbotommessungen zur Holzbeschaffenheit
– Resistografenmessungen

 

Zugversuche. Zugversuche bieten derzeit die umfassendste Möglichkeit, die Stand- und Bruchsicherheit von Bäumen einzuschätzen. Dabei wird mittels Zug an einem Stahlseil mit einer bestimmten Kraft ein Wind simuliert und die dabei auftretenden Kräfte am Stamm durch Kippwinkel und Dehnungs-/Stauchungssensoren gemessen. Diese Sensoren messen im 1/1000-mm-Bereich!
In einer Software werden die gemessenen Daten auf Orkanwindgeschwindigkeiten umgerechnet. Die Ergebnisse dieser Berechnung lassen uns dann wissen wie sich der Baum bei Sturm verhalten würde.
Die Kippwinkel messen wir hier im 1/100-Gradbereich! Die Messung ist unschädlich für den Untersuchungsbaum, da nur geringe Kräfte eingesetzt werden.

Wie wird das gemacht?

Zunächst wird mit einer Kamera der gesamte Baum fotografiert. Dieses Foto wird mit einer Software verarbeitet, die die Segelfläche der Baumkrone berechnet. Diese Segelfläche ist maßgeblich für die Kräfte, die bei Wind auftreten. Je größer die Segelfläche desto größer die wirkenden Kräfte am Baum. Bäume sind nun aber ziemlich unsymmetrische Gebilde und deshalb ist das nicht so einfach! Das Programm verarbeitet das Foto und berechnet den sogenannten Lastschwerpunkt der Baumkrone. Haben wir diesen erst ermittelt, wissen wir wo wir unseren Ankerpunkt setzen müssen.
Am Stammfuß fixieren wir nun Kippwinkelsensoren, die eine Kippbewegung des Baumes supergenau messen können. Außerdem bringen wir Messvorrichtungen für die Messung der Holzfaserstauchung bzw. –Streckung an.
Jetzt wird es sportlich – ein Kletterer wirft einen sogenannten Wurfsack mit Wurfschnur in den Ankerpunkt ein, klettert nach oben (natürlich nachdem er eine Sicherung für sich selbst eingebaut hat) und befestigt hier ein Seil.
Dieses Seil wird nun mit einem Flaschenzug o. ä. vom Boden aus gespannt. Mit einem Kraftmesser wird die angelegte Zugkraft gemessen.
Alle Daten werden nun erfasst und in eine spezielle Software eingegeben. Dazu noch die baumspezifischen Daten wie Baumart usw.
Das war jetzt mal der Ablauf eines Zugversuches draußen am Baum. Nun geht es eher theoretisch weiter, denn im Büro werten wir diese Daten noch aus, auf deren Grundlage wir die Stand- und Bruchsicherheit des Baumes einschätzen wollen.

Wir sehen jetzt bei der Hochrechnung ob der Baum bei Sturm kippen oder brechen würde oder auch starken Winden standhalten kann.
Bei geringeren Sicherheitsreserven könnte eine Maßnahme die Verringerung der Segelfläche mittels einer Einkürzung der Baumkrone bedeuten. Sind die Werte zu schlecht oder lässt sich der Proband nicht einkürzen, könnte es sein, dass er gefällt werden muss.

Die modernen Untersuchungsmethoden machen es möglich, die Stand- und Bruchsicherheit genauer einzuschätzen als in der Vergangenheit. Das rettet Bäume, denn was früher oft schon gefällt wurde weil niemand die Verantwortung übernehmen konnte, kann heute noch jahrelang erhalten werden. – Mit der entsprechenden Überwachung und den notwendigen Schnittmaßnahmen.
Das ist vor allem wichtig bei Bäumen, die an Ihrem Standort wichtige Aufgaben übernehmen wie z. B Windschutz, Schatten, Klima oder einfach Schön-Sein!

Nächsten Montag stellen wir Ihnen die Arbotommessung zur Untersuchung der Holzbeschaffenheit an lebenden Bäumen vor. Diese Messung nutzen wir, wenn wir von außen nicht sehen können wie der Baum innen aussieht…

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Europameisterschaft Baumklettern der ISA am 23./24.06.2012 in Bernried am Starnberger See

Wer von Fußball genug hat und echte Champions einmal live, draußen in der Natur erleben will, der komme am Wochenende an den schönen Starnberger See nach Bernried. Hier finden die diesjährige Europäische Baumklettermeisterschafte der ISA statt. In 5 verschieden Disziplinen sind hier die besten Baumkletterer Europas im Wettstreit miteinander zu sehen.
Es ist für viele schier unglaublich wie sich die Profis im Baum bewegen, die Schnelligkeit und Eleganz gepaart mit Kraft und Ausdauer. Für Deutschland treten bei den Männern Bernd Strasser der neue Deutschlandmeister, Ronny Epple und Moritz Teuerkauf an. Die 3 besten Baumkletterinnen heißen Kathrin Blessing, Annette Neumann und Emilia Szarzynska. Alle haben sich bei den Deutschlandmeisterschaften Mitte Mai für die Teilnahme an der Europameisterschaft qualifizieren können.

Doch nicht nur Baumpfleger werden sich am Starnberger See treffen. Wir alle hoffen auf viel Unterstützung durch unsere Besucher. Die Stimmung unter den Baumpflegern ist gewöhnlich offen, kumpelhaft und locker. Besucher sind stets willkommen und auch für Kinder wird es wieder ein Rahmenprogramm geben.
Am Rande der Meisterschaften präsentieren sich die Händler der Branche und auch wir werden als Standbetreuung für den Fachverband geprüfter Baumpfleger e. V. mit dabei sein. Zusammen mit unserem Kollegen Christopher Lange beraten wir Interessierte zu allen Fragen rund um den Baum, stellen die gängigen Untersuchungsgeräte und Arbeitsmethoden und uns als Fachverband vor. Wer möchte kann sein eigenes Wissen in einem Quitz zur Bestimmungh von Baumarten überprüfen. Sollte es heiß werden stehen bei uns am Stand Getränke bereit.

Der Fachverband geprüfter Baumpfleger e. V. versteht sich als Bindeglied zwischen Fachleuten, Wissenschaft und Kunden sowie als Austauschplattform und Sprachrohr für die qualifizierten Baumpfleger in Deutschland. Auf unserem Portal Baumpflegeverband.de finden Sie die Fachfirma für Baumpflege oder den Baumgutachter in Ihrere Nähe und werden in Sachen Baum umfassend beraten. Wir haben derzeit über 500 Mitglieder – schon das spricht für unsere Kompetenz. Hier bündelt sich das Fachwissen und die Erfahrung vieler – zum Wohl und Vorteil für unserer Kunden.

 

Anzeige für Fachverband geprüfter Baumpfleger e. V. im “bauhofLeiter”


Am 16.06.2012 erschien die letzte Ausgabe des bauhofLeiter – die Fachzeitschrift für die Entscheider in Kommunen und Behörden. Mit dabei mit einer Imageanzeige ist der Fachverband geprüfter Baumpfleger e. V.

Als Fachverband verstehen wir uns als Interessenvertreter unserer Berufsgruppe gegenüber der Politik und Behörden. Außerdem wollen wir Fachwissen für alle zugänglich machen und überprüfen Daten und Arbeitsmethoden in der Baumpflege. Für unsere Mitglieder organisieren wir den fachlichen Austausch über unser Forum im Netz sowie wichtige Weiterbildungsveranstaltungen. Wir informieren über aktuelle Neuerungen sowohl Gesetze betreffend als auch in fachlicher Hinsicht. Dabei können wir auf den reichen Erfahrungsschatz unserer Mitglieder zurückgreifen. Durch hohe Mitgliederzahlen schaffen wir für unsere Mitglieder Vorteile in Einkaufsverbünden. Mitglieder erhalten die Fachzeitschrift AFZ Der Wald zum vergünstigten Preis.

Für unsere Kunden in Behörden, aber auch den privaten Baumbesitzer sowie Verwaltungen jeder Art beantworten wir Fragen und vermitteln den richtigen Fachmann für Baumprobleme in der Nähe.

Wir suchen Kontakt zu Entscheidern in Kommunen und Behörden – sowohl um Aufträge für unserer Mitgleider zu generieren als auch den Fachaustausch zu unterstützen und die Zusammenarbeit zu vertiefen. Dabei sind wir im Fachverband vorwiedend beratend tätig.

Eine Leseprobe der aktuellsten Zeitschriften bauhofLeiter finden Sie hier:

Leseproben bauhofleiter Forum Verlag

Haben Sie Interesse Mitglied im Fachverband geprüfter Baumpfleger e. V. zu werden? Möchten Sie mit uns Informationen austauschen? Hier können sie Sich über uns informieren:

Fachverband geprüfter Baumpfleger e. V.

Freisinger Gartentage 2012 – Dankeschön an alle Besucher

 

Schön war`s wieder einmal. Und das trotz den widrigsten Witterungsumständen!

Noch Freitag schwitzte der neue  Freisinger Bürgermeister  bei gefühlten 35 Grad mit den anderen Besuchern um die Wette. Und am Samstag froren alle Gartenfreunde bei 16 Grad und Dauerregen…

Das alles macht gestandenen Gartenfans nichts aus, sie wissen warum sie trotzdem sehr zahlreich zu den Freisinger Gartentage kamen – hier gibt`s immer was zu staunen. Seien dies nun besondere Raritäten, neue Geräte, aufwendig gestaltete Schaugärten oder Krimskrams für den Kuschelgarten.

Wir stachen da schon etwas heraus, das konnten wir an den fragenden Blicken der Besucher sehen, die auf Kauf aus waren. Oft wissen diese zunächst gar nicht, was sie mit uns anfangen sollen. Doch es entwickeln sich immer wieder nette Gespräche und wir können dann erklären, wozu man den Baumpfleger im Hausgarten brauchen kann.

So manchem Gartenbesitzer fiel dann ein, dass der lang schon verpilzte und ungepflegte Uraltapfelbaum doch zu schade für langes Sichtum ist…schöne Geschichten von der Großmutter, die ihn einst pflanzte zur Geburt eines Kindes kamen da wieder ins Gedächtnis…

Viele wollten auch informiert sein über aktuell auftretende Baumkrankheiten und Abhilfe, wie z. B. das Eschentriebsterben.

Für den einen war neu, dass Baumbesitzer für verursachte Schäden durch Bäume haften, andere interessierten unsere Messgeräte für die Baumschadensdiagnosen wie Schalltomograph und Resistograph oder Arboradix, das Wurzelsuchgerät. Wieder andere vereinbarten gleich vor Ort den nächsten Termin mit dem Baumpfleger im eigenen Garten.

Ja und die Kinder waren wieder sehr aktiv beim Baumklettern mit Marco und Tim im Klostergarten. Glück für die wenigen, die bei Regen kamen – sie mussten diesmal nicht anstehen um die Gartentage von oben zu sehen.

Impressionen der Gartentage gibt es auf der Seite der Veranstalterin Frau Anita Fischer:

 

http://www.freisingergartentage.de/impress/frameset.html