Prophylaxe in der Baumpflege – Baumkataster

 

Astausbruch

Das hätte vermieden werden können.

Prophylaxe? – In der Baumpflege? Ja, denn mit vorbeugender Baumpflege lassen sich hohe Kosten und Schäden an Personen und Gegenständen leicht vermeiden. Wir übernehmen für unsere Kunden das gesamte Baummanagement. Mit Hilfe unserer Katastersoftware schaffen wir eine lückenlose Dokumentation der gesamten Baumbestände und der geplanten und ausgeführten Maßnahmen zur Erhaltung der Verkehrssicherheit. Das kann im Schadensfall sehr hilfreich sein, nämlich dann, wenn der Versicherer einen Nachweis verlangt über die Maßnahmen, die zur Schadensvermeidung getroffen wurden.
Für viele Verwalter und Baumbesitzer mit mehreren Bäumen ist es oft nicht leicht, den Überblick zu behalten. Das merken wir schon bei der ersten Baumaufnahme, wenn erst noch geklärt werden muss, wo die Grundstücksgrenzen wirklich verlaufen und welche Bäume wem eigentlich gehören.

Bei der Aufnahme erhält zunächst jeder Baum eine Baumnummer und sein “Krankenblatt” – auch wenn er gesund ist. In diesem werden der aktuelle Zustand, Standort, Besonderheiten, Maßnahmeempfehlungen, Ausführungszeitraum und der Kontrollzyklus fetsgehalten. Dies geschieht bei uns in Anlehnung an die ZTV Baumpflege.

Der Auftraggeber erhält von uns die Maßnahmelisten mit den jeweiligen Maßnahmen die nötig sind, um den Bestand wieder verkehrssicher zu machen.. Auf deren Grundlage kann er die Arbeiten dann ausschreiben und einen Baumpflegefachbetrieb mit der Ausführung beauftragen. Auch wir bieten die Ausführung als Fachbetrieb an.

Nach Ausführung der Maßnahmen gilt der Bestand als verkehrssicher bis zum nächsten festgelegten Kontrolltermin. Wir erinnern auf Wunsch des Kunden an diesen Termin und führen die Baumkontrolle erneut durch. Das Kataster wird aktualisiert, auf den neuesten Stand gebracht und so weiter…

Mit diesem Kontrollinstrument erhalten wir nicht nur eine lückenlose Dokumentation  – auch der Verwalter/Baumbesitzer kann sich zurücklehnen und weiß, dass er alles getan hat um seiner Verkehrssicherungspflicht nachzukommen. – Wäre das nicht auch für Sie ein schönes Gefühl?

So können gefährliche Bäume “entschärft” werden bevor sie umfallen oder Äste abwerfen. Die Baumpflegearbeiten können planmäßig mit minimalem Aufwand ausgeführt werden und Kosten dafür lassen sich so besser planen.

Normalerweise müssen Bäume 2 x jährlich auf Ihre Verkehrssicherheit hin geprüft werden. Mit einem Baumkataser ist es dem Sachverständigen jedoch möglich, begründeterweise einen längeren Kontrollzyklus bis zu 3 Jahren festzulegen. Das geschieht z. B. bei Jungbäumen. Dies ermöglicht eine weitere Kostenersparnis, denn so entfallen Kontrollen, die ohne Kataster nötig gewesen wären.

…und noch etwas – Die Daten Ihrer Bäume werden bei uns gelagert. Auf Kundenwunsch erhalten Sie jedoch die gesamte Dokumentation als PDF oder in Papier für Ihre Unterlagen.

Interessant für Sie? Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern!

 

Serie: Untersuchungsmethoden an Bäumen – Resistographenmessung

Resistograph Rinntec

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Untersuchungsmethoden an Bäumen“ mit folgenden Inhalten:

- 1. Blog: Zugversuch
- 2. Blog: Arbotommessung
- 3. Blog: Resistograph
-  4. Blog: – Wurzelsuche Arboradix

Heute wie versprochen ein paar Worte zur Resistographenmessmethode.

Neben dem Arbotom bietet die Firma Rinntec in Heidelberg auch einen Resistographen an. Diesen benutzen wir um Fäulen und Rissen an Bäumen auf die Spur zu kommen. Der Resistograph lässt sich auch an Stellen des Baumes anwenden, die mit dem Arbotom nicht erreichbar sind. So lässt sich geschädigtes Holz aufspüren, das z. B.im Stammfußbereich ausgebildet ist. Außerdem kann man den Resistographen problemlos mit hoch in den Baum nehmen um dort in der Höhe zu messen. Dafür wäre das Arbotom viel zu unhandlich.
Der Resistograph arbeitet nicht mit Schallwellen wie das Arbotom sondern liefert Bohrwiderstandswerte. Geschädigtes Holz lässt sich leichter mit einem Bohrer durchdringen als gesundes Holz.
Die verwendete Software liefert während der Messung Bohrwiderstandskurven. Aus diesen ist der Bohrwiderstand des Holzes ablesbar. So werden Fäulen, Risse, Jahresringe u. ä. sichtbar. Je nach Schädigungsgrad und der Verteilung der geschädigten Bereiche im Baum können wir aufgrund der Messwerte Maßnahmen empfehlen um den Baum verkehrssicher zu machen oder um zu entscheiden, wann ein Baum gefällt werden muss. Natürlich wird die Resistographenmessung niemals als einzige Entscheidungshilfe verwendet. Wir betrachten natürlich parallel den Baumstandort,  die Baumart und weitere sichtbare Schädigungen und beziehen diese mit ein. Diese Methode liefert kostengünstig und schnell Werte. Der Nachteil der Methode ist die obzwar geringe Verletzung des Baumes während der Messung, denn schließlich wird hier gebohrt.

Nähere Infos zum Resistograph finden Sie auf der herstellerseite von Frank Rinn: Heidelberg: Rinntec

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Serie: Untersuchungsmethoden an Bäumen – Arbotommessung

Dieser Artikel ist Teil der Serie “Untersuchungsmethoden an Bäumen” mit folgenden Artikeln:
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- Arbotommessung
- Resistograph
- Wurzelsuche Arboradix

Arbotommessung. Mit dem Arbotom können wir über die Schallgeschwindigkeitsmessung Rückschlüsse auf die Holzdichte ziehen.
Wir benutzen diese Messmethode, wenn wir an einem Baum Schadsymptome z. B. Pilzfruchtkörper gefunden haben. Oft sehen die Bäume von außen noch ganz fit aus. Wissen wir jedoch nach der Pilzbestimmung, dass der Pilz Holzstrukturen zersetzt, müssen wir untersuchen wie stark die Holzzersetzung an statisch wichtigen Baumteilen schon fortgeschritten ist. Erst dann können wir Maßnahmen zur Verkehrssicherung empfehlen und auch in welchem Umfang diese ausgeführt werden müssen.

Pilzfruchtkörper am Stammfuß einer Linde

Auch bei dieser Linde waren wir uns vor der Untersuchung nicht sicher, wie gut der Holzkörper noch erhalten war. Von außen sah er ganz vital aus…

Jetzt setzten wir an der problematischsten Stelle des Baumes auf einer horizontalen Linie 16 Sensoren um den Stamm verteilt an.
Diese Sensorkette ist mit dem Computer verbunden. Jeder Sensor kann als Sender und Empfänger von Schallwellen funktionieren. Schlagen wir nun jeden einzelnen Sensor mit dem Hammer leicht an, sendet dieser an alle anderen Sensoren ein Schallsignal aus. Die einzelnen Übertragungsgeschwindigkeiten werden vom Computerprogramm aufgezeichnet. Aufgrund einer Vielzahl an Sensoren erreichen wir ein dichtes Messnetz. Je dichter dieses Netz ist, desto genauer werden unsere Ergebnisse sein.
Der Computer stellt die gemessenen Geschwindigkeiten nun in verschiedenen Farben dar. Das sah bei unserer Linde so aus:

Computerbild Arbotommessung

Hier sehen wir, je mehr die Farben ins rote gehen, desto geringer die Laufgeschwindigkeiten der Schallwellen. Da heißt  in der Praxtis je geringer die Holzdichte. Hier hatte der Pilz also schon ganze Arbeit geleistet und ordentlich Holz abgebaut. In diesen Bereichen können Druck- und Zugkräfte nicht mehr ausreichend absorbiert werden um den Baum auch bei starken Winden in der Senkrechten zu halten. Wir mussten hier leider die Fällung empfehlen. Das war doppelt schde, denn diese Linde war eine Alleebaum und nun wird es wieder lange dauern, bis dieser Platz duch eine Nachpflanzung wieder voll aufgefüllt sein wird.

Nach der Fällung wurde unser Messergebnis bestätigt. Ihr seht hier den Baumstubben nach der Fällung. Im Bild zu sehen sind ganz deutlich die geschädigten Bereiche im Querschnitt. Vergleicht man diese mit dem Computerbild, so sind die angegeben Bereiche nahezu deckungsgleich.

Stammquerschnitt der Linde nach der Fällung

 

Nicht immer sind die Ergebnisse so eindeutig wie in diesem Beispiel. Deshalb nützt die entsprechenden Messaudsrüstung nur dem Fachmann, der die Erfahrung mitbringt, die Messergebnisse auch zu interpretieren. Dafür braucht es viele Messungen, Sicherheit im Umgang mit dem Arbotom und der entsprechenden Software und natürlich eine Fingerchen für Bäume…

Nächste Woche git es Interessantes über die Resitografenmethode. Dieses Verfahren benutzen wir für die Messungen an Wurzelanläufen, zum Aufspüren von Rissen und Höhlungen an Astansätzen und Gabelungen – also überall, wo das Arbotom an seine Grenzen stößt. – Schöne Zeit, bis nächsten Montag.

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Freisinger Gartentage 2012 – Dankeschön an alle Besucher

 

Schön war`s wieder einmal. Und das trotz den widrigsten Witterungsumständen!

Noch Freitag schwitzte der neue  Freisinger Bürgermeister  bei gefühlten 35 Grad mit den anderen Besuchern um die Wette. Und am Samstag froren alle Gartenfreunde bei 16 Grad und Dauerregen…

Das alles macht gestandenen Gartenfans nichts aus, sie wissen warum sie trotzdem sehr zahlreich zu den Freisinger Gartentage kamen – hier gibt`s immer was zu staunen. Seien dies nun besondere Raritäten, neue Geräte, aufwendig gestaltete Schaugärten oder Krimskrams für den Kuschelgarten.

Wir stachen da schon etwas heraus, das konnten wir an den fragenden Blicken der Besucher sehen, die auf Kauf aus waren. Oft wissen diese zunächst gar nicht, was sie mit uns anfangen sollen. Doch es entwickeln sich immer wieder nette Gespräche und wir können dann erklären, wozu man den Baumpfleger im Hausgarten brauchen kann.

So manchem Gartenbesitzer fiel dann ein, dass der lang schon verpilzte und ungepflegte Uraltapfelbaum doch zu schade für langes Sichtum ist…schöne Geschichten von der Großmutter, die ihn einst pflanzte zur Geburt eines Kindes kamen da wieder ins Gedächtnis…

Viele wollten auch informiert sein über aktuell auftretende Baumkrankheiten und Abhilfe, wie z. B. das Eschentriebsterben.

Für den einen war neu, dass Baumbesitzer für verursachte Schäden durch Bäume haften, andere interessierten unsere Messgeräte für die Baumschadensdiagnosen wie Schalltomograph und Resistograph oder Arboradix, das Wurzelsuchgerät. Wieder andere vereinbarten gleich vor Ort den nächsten Termin mit dem Baumpfleger im eigenen Garten.

Ja und die Kinder waren wieder sehr aktiv beim Baumklettern mit Marco und Tim im Klostergarten. Glück für die wenigen, die bei Regen kamen – sie mussten diesmal nicht anstehen um die Gartentage von oben zu sehen.

Impressionen der Gartentage gibt es auf der Seite der Veranstalterin Frau Anita Fischer:

 

http://www.freisingergartentage.de/impress/frameset.html